Rückblick 2012

BPM Forum zum Thema Familienpflegezeitgesetz

Am 26. April 2012 kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Pflege zum BPM Forum in Berlin zusammen, um die Vor- und Nachteile des am 1. Januar 2012 erlassenen Familienpflegezeitgesetzes zu diskutieren. Mit dem Gesetz soll berufstätigen Menschen, die pflegebedürftige Angehörige haben, die Möglichkeit gegeben werden, für bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit zu reduzieren und ihre Angehörigen zu pflegen.

BPM Präsident Joachim Sauer diskutierte auf dem Podium gemeinsam mit Jens Spahn, Mitglied des Deutschen Bundestages und Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU und Johannes Stockmeier, Präsident des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. die Vor- und Nachteile der Familienpflegezeit.

Jens Spahn sieht das Gesetz als ein wichtiges Instrument, um Unternehmen zu unterstützen ihre Mitarbeiter trotz familiärer Schicksalsschläge im Erwerbsleben zu halten. Mit dem Gesetz sei es gelungen, Unternehmen nicht einseitig zu belasten und eine gewisse Flexibilität zuzulassen. Nach Meinung von Johannes Stockmeier stellt uns der demografische Wandel vor Herausforderungen, die mit dem kürzlich erlassenen Familienpflegezeitgesetz nicht zu lösen sind. Joachim Sauer sieht hier vor allem eine Chance für Unternehmen sich von der Konkurrenz abzuheben und sich einen Wettbewerbsvorteil in der Gewinnung von qualifizierten Arbeitskräften zu verschaffen.

Am Ende stimmten alle überein, dass das Gesetz einen Schritt in die richtige Richtung darstellt. Jedoch besteht weiterhin Diskussionsbedarf über die Maßnahmen, die noch folgen müssen, um den Auswirkungen des demografischen Wandels aktiv zu begegnen. Letztlich habe die Verabschiedung des Gesetzes das Thema Pflege auf die Agenda vieler Unternehmen gesetzt. Nun gilt es, gemeinsam mit der Politik die Wirkung des Gesetzes zu evaluieren.

Zusammenfassend stellen wir Ihnen einen Mitschnitt der Veranstaltung, Fotos sowie die wichtigsten Aussagen der Diskutanten hier zur Verfügung.

Weiterführende Links:

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Informationen für Arbeitgeber
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