BPM mahnt Nachverhandlungen zur A1-Bescheinigung für Dienstreisen an

Viele Mitglieder im Bundesverband der Personalmanager stehen vor der großen Herausforderung, für Dienstreisen innerhalb von Europa sog. A1-Bescheinigungen einholen zu müssen.

Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium des Bundesverbands der Personalmanager am 13.04.2019 folgende Stellungnahme verabschiedet:

In letzter Zeit mehren sich Berichte, dass deutsche Dienstreisende an den Binnengrenzen Europas aufgefordert wurden, die A1-Bescheinigung für die Dienstreise vorzulegen. Auch wenn deren Beantragung auf geltendem EU-Recht basiert, mit dem im Kern das Unterlaufen von Beschäftigungs-Standards im Zielland einer Entsendung verhindert werde soll, kann dieses Ziel bei regulären Dienstreise außerhalb von längerfristigen Entsendungen nicht für den bürokratischen Aufwand herhalten, der mit der Beantragung verbunden ist. Hinzu kommt, dass die Handhabung um die Anmeldung von Dienstreisen in den Ländern der europäischen Union und des EWR nicht einheitlich ist. Das fängt bei der Form der Antragstellung an und setzt sich fort bis zu unterschiedlichen Sanktionen im Fall der Missachtung der entsprechenden Verpflichtungen. Der Gedanke der Einheitlichkeit innerhalb der EU ist dabei völlig außer Acht geblieben. Aus diesem Grunde ist es mehr als sinnvoll, auf die Vereinheitlichung hinzuwirken und in der VO (EG) 883/2004 als auch in den Richtlinie 204/67/EU zur Durchsetzung der Entsenderichtlinie 96/71/EG Dienstreisen aus deren Geltungsbereich auszunehmen. 

Zum ausführlichen Positionspapier geht es hier.