Change als kontinuierlicher Wandel

Rückblick zum 5. Change Tag am 27.10. in Bergisch Gladbach

Der 5. Change Tag am 27. Oktober startete mit einem Gang in die Kappelle. Die Veranstaltungslocation, ein ehemaliges Priesterseminar und Kriegslazarett in der Nähe Kölns, passte mit seiner bewegten Geschichte perfekt zur Kernfrage des Tages: Wie können Personalmanager den kontinuierlichen Wandel gestalten?

Denn heute ist Change Management nicht mehr „das Stückchen Zucker für die Mitarbeiter, das die bittere Pille der Veränderung schmackhafter machen soll“, wie Prof. Till Mettig zu Beginn treffend formulierte. In seinem Vortrag zum Thema "Zwischen Hamsterrad und Marathon – Change Management als Langzeit-Aufgabe“ ging er auf die Charakteristika von Change in der VUCA-Welt:

  • das Ziel ist unklar
  • die genauen Maßnahmen sind nicht planbar
  • es sind keine Blaupausen vorhanden
  • die Dauer der Veränderung ist unklar
  • die benötigte Kompetenz der Mitarbeiter sind zu Beginn unklar
  • die gesamte Organisation ist betroffen.

Prof. Mettig machte deutlich, dass Change Management heute einem Marathon gleiche, bei dem man einen langen Atem brauche. Es sei zielführender, Zielkorridore statt konkreter Ziele vorzugeben und wichtig, sich auch einmal „emporzuirren“, also Dinge einfach auszuprobieren.

Im Anschluss sprach Prof. Manfred Mühlfelder über die Bedeutung von Vertrauen in Veränderungsprozessen. Er machte deutlich, dass Vertrauen das Commitment der Mitarbeiter erhöhe und Konfliktlösungsprozesse unterstütze. 

Am Nachmittag lag der Fokus auf der Übertragung in die Praxis und den kollegialen Austausch. Sven Zeising berichtete in einem Praxis Talk aus seiner Arbeit als funktionaler Change Lead für HR bei Bayer. Danach diskutierten die Teilnehmer ihre Praxisfälle in verschiedenen Breakout Sessions und erarbeiteten gemeinsam Lösungsstrategien.