Die Bewerbersuche im europäischen Ausland muss attraktiver werden

BPM-Präsident unterstützt Jobgarantie für arbeitslose Jugendliche und fordert Anreize für Bewerbersuche im europäischen Ausland

Berlin, 04. März 2013 – Der Präsident des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), Joachim Sauer, begrüßt die Initiative der EU-Mitgliedstaaten, arbeitslose Jugendliche in Europa schnell in eine Beschäftigung zu bringen. Die zuständigen Minister hatten in der letzten Sitzung des Europäischen Rates eine sogenannte Jugendgarantie beschlossen. Damit verpflichten sich die Mitgliedstaaten dazu, allen arbeitslosen Jugendlichen innerhalb von vier Monaten eine Stelle, eine Ausbildung oder ein Praktikum anzubieten.

„Der Übergang von der Schule in den Beruf muss fließend sein“, sagt BPM-Präsident Sauer. Jugendliche ohne Ausbildung verursachten jahrzehntelang hohe Folgekosten für die Sozialsysteme. Auch bei gut ausgebildeten Fachkräften oder Akademikern werfe eine zu große Lücke im Lebenslauf Fragen in den Personalabteilungen auf.

Der BPM-Präsident regt die Unternehmen außerdem dazu an, bei der Besetzung von offenen Stellen noch stärker über nationale Grenzen zu schauen: „Während in einigen südeuropäischen Staaten die Hälfte der Jugendlichen arbeitslos ist, beklagen sich deutsche Unternehmen über den Fachkräftemangel. Die Bewerbersuche im Ausland kann dazu beitragen, diesen Mangel zu beseitigen“, so Sauer. Die Ausbildung von Jugendlichen aus dem europäischen Ausland müsse für Arbeitgeber jedoch wirtschaftlich attraktiver werden. Viele Firmen schreckten bisher vor den erwarteten höheren Kosten zurück. Die bereitstehenden EU-Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für Jugendliche sollten auch dafür eingesetzt werden, die Hemmschwelle für Unternehmen zu senken, ausländische Jugendliche einzustellen. Beispielsweise könnten damit Reisekosten für Bewerbungsgespräche oder die Unterbringung im Ausland finanziert werden.