Entgelttransparenzgesetz: BPM wertet neuen Auskunftsanspruch als Chance für die Unternehmen

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) wertet den Auskunftsanspruch nach dem Entgelttransparenzgesetz ab dem 06. Januar 2018 als Chance für die Unternehmen. Mit dem neuen Gesetz können Beschäftigte erstmals Auskunft über die Entgeltstrukturen im Unternehmen verlangen; Arbeitgeber müssen Berichtspflichten und Prüfverfahren beachten.

„Die Unternehmen sollten die Umsetzung des Gesetzes klar als Chance begreifen, um einen offenen und fairen Dialog zu ihren Mitarbeitern aufzubauen und so Vertrauen zu schaffen. Die Zeit ist längst reif für echte Gleichstellung in den Vergütungsstrukturen.“, so die Verbandspräsidentin Dr. Elke Eller.

In Deutschland besteht immer noch ein Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern von 21 Prozent (Statistisches Bundesamt). „Mit dem neuen Entgelttransparenzgesetz wird rechtlich eine weitere wichtige Weiche auf dem langen Weg der Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsleben gestellt. Dieses sollten Personalmanager nutzen, um einen stärkeren Fokus auf die Leistungsfähigkeit von gemischten Teams zu setzen.“, so Christa Stienen, Vizepräsidentin des BPM.

„In der praktischen Umsetzung gibt es sicherlich noch die eine oder andere offene Frage. Der BPM würde sich wünschen, dass klare und in der betrieblichen Praxis verständliche Regelungen zum Vergleichsentgelt in das Gesetz eingearbeitet werden. Wir stehen zum Dialog mit der künftigen Bundesregierung bereit“, so Christa Stienen weiter.

Der BPM bietet seinen Mitgliedern Unterstützung und Beratung bei der Umsetzung des Gesetzes: die Fachgruppe Compliance & Benefits wird in Kürze einen Maßnahmenkatalog veröffentlichen.