Führungsfragen müssen stärker beachtet werden

BPM-Präsident fordert Dialog zur Verbesserung der Führungskultur in der deutschen Wirtschaft

Der Präsident des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), Joachim Sauer, hat gemeinsam mit Alexander Cisik, Professor für Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitspsychologie an der Hochschule Niederrhein zehn Thesen zum Thema Führung in der Krise verfasst. Damit will der BPM den in der Öffentlichkeit lange vernachlässigten Dialog dazu eröffnen, was gute Führung im Unternehmen ausmacht.

"Für eine gute Führung brauchen wir nicht jene, die vor allem fachlich stark, lange dabei oder auch hinreichend anpassungsbereit sind. Wir benötigen Führungskräfte, die über soziale Kompetenz, Empathie und die Fähigkeit zur Reflexion verfügen", sagt Verbandspräsident Joachim Sauer. Die bislang eher marginale Auseinandersetzung mit der Thematik stehe einer wesentlichen Verbesserung der Führungskultur in der deutschen Wirtschaft im Weg.

"Dazu gehört auch, dass Erfolge gefeiert und Fehler thematisiert werden - Führungsqualität muss messbar werden. Erste und wichtigste Aufgabe der Führungskraft ist es, eine belastbare Vertrauensbasis zu den Mitarbeitern aufzubauen. Das Führungsdenken und -handeln an sich sollte außerdem interkulturell und ganzheitlich sein", so Sauer weiter. Das alles setze allerdings voraus, dass in Deutschland eine selbstkritische Diskussion zum Thema Führung enttabuisiert und auch geführt werde.

Alle zehn Thesen finden Sie hier zum Download.