New Work - Schöne flexible Arbeitswelt?

Christa Stienen bei der HerCAREER
BPM-Vizepräsidentin Christa Stienen zu Gast bei der HerCAREER

New Work hält Einzug in den Unternehmen. Viele Organisationen unternehmen große Anstrengungen, um ihre Arbeits- und Produktionswelten welten zu flexibilisieren - im Sinne der Kunden, die immer spezifischere Anforderungen an die Verfügbarkeit und Beschaffenheit von Produkten und Dienstleistungen stellen, aber auch im Sinne der Beschäftigten, die sich nicht mehr auf ein starres Arbeitszeitmodell und hierarchische Führungsstrukturen einlassen wollen.

Unter dem Motto "Schöne flexible Arbeitswelt? Warum sich viele Unternehmen so schwer damit tun" diskutierte BPM-Vize-Präsidentin Christa Stienen am 12. Oktober bei der Messe herCAREER gemeinsam mit Gründerinnen und Wirtschaftsvertreterinnen, wie weit der New Work-Gedanke schon in Deutschland verbreitet ist und welche Herausforderungen sich in der Umsetzung ergeben. Die herCAREER München ist eine Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen. 

In der Diskussion kritisierte Christa Stienen, dass viele Unternehmen sich nicht trauten, neue Dinge auszuprobieren: "In Deutschland gibt es noch zu viele klassische Unternehmen mit Präsenzkulturen". Denoch gab sie zu bedenken, dass für die Einführung neuer Arbeitsprinzipien nicht einfach ein Schalter umgelegt werden könne, sondern dies einen tiefgreifenden Change-Prozess bedeute, der vor allem kommunikativ begleitet werden müsse. Hier sei vor allem HR gefragt, die Führungskräfte zu beraten und den Mitarbeitern die Angst vor Veränderungen zu nehmen.