#PROUD2BHR - WAS MACHT SIE STOLZ?

3 Antworten von Torsten Schneider, BPM-Präsidiumsmitglied

 

     1.  Wer sind Sie und was treibt Sie an?

Ich bin HR Director bei Luther, einer Rechtsanwaltskanzlei mit mehr als 300 Wirtschaftsanwälten und Steuerberatern. Zuvor war ich im Personalmanagement in verschiedenen Branchen sowie in der Unternehmensberatung tätig. Angetrieben werde ich von dem Ziel, als Enabler andere (Menschen, Teams und Organisationen) dabei zu unterstützen ihre Ressourcen und Fähigkeiten zu erkennen, optimal auszuschöpfen und sich dabei stetig weiter zu entwickeln. Jedes Mal wenn ich erlebe, dass die richtigen Impulse eingefahrene Strukturen und Systeme zum Positiven verändern können, motiviert mich das es wieder zu versuchen. Meine Erfahrungen aus dem Leistungssport helfen mir hier.

     2.  Was macht Sie Proud2bHR?

Wir haben die Chance die Arbeitswelt zu verändern und zukunftsfähig zu gestalten. Wenn wir diese Herausforderung ernsthaft und wirksam annehmen, dann macht mich das Proud2bHR. Gleichrangig ist dabei meiner Überzeugung nach, ob man sich hierbei in klassischen Organisationsmodelle bewegt und diese weiterentwickelt oder auf neuen Wegen, wie sie bspw. unter dem Stichwort New Work zusammengefasst werden. Denn weder Agilität, Digitalisierung, Holocracy oder dezentrales Arbeiten sind ein Selbstzweck. Sie sind lediglich moderne Wege, um Unternehmen eine gesunde Anpassung an schnell verändernde Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Es geht deshalb heute mehr denn je darum, Bewährtes und Neues im Bereich von Unternehmens- und Organisationsentwicklung sowie Führung so miteinander zu verzahnen, damit die wertschöpfende Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlichster sozialer, kultureller und akademischer Hintergründe als auch unterschiedlicher Karriere- und Lebensphasen optimal gelingt. Ganz im Sinne: Technology make things possible. People make things happen.

     3.  Digitalisierung formt neue Berufsbilder. Welchen Job sollte es Ihrer Meinung nach geben?

In den meisten Unternehmen und natürlich auch HR-Bereichen gibt nach einiger Zeit ein komplexes Geflecht von Regeln, Tools, Berichten usw. Ich behaupte, keiner dort hat einen klaren Überblick was es alles gibt. Und wahrscheinlich kann auch niemand genau sagen, ob man diese Dinge tatsächlich unbedingt braucht bzw. ob sie den beabsichtigten Nutzen bringen. Es ist doch wohl meistens eher so, dass Routinen abgearbeitet werden, getreu dem Motto: Das habe wir schon immer so gemacht oder XYZ will das so. Hier kann Digitalisierung helfen, den Überblick zurück zu gewinnen. Ist das geschafft, braucht es jemanden, der die Dinge getreu dem Gedanken von Kaizen (Der Begriff entstammt der japanischen Kultur und setzt sich aus den japanischen Wörtern „Kai" für „Veränderung“ und „Zen" für „zum Besseren“ zusammen) auf ihre Notwendigkeit und Wirksamkeit hinterfragt. Wenn sich dabei kein überzeugendes positives Ergebnis finden lässt, wird der entsprechende Vorgang im Kaizen als Verschwendung angesehen. Jetzt braucht es jemanden mit der Befugnis Verschwednung abzuschaffen. Weil mir kein besseres Wort einfällt, würde ich die Rolle einfach Verschwendungsmanager oder wenn es internationalen Touch haben soll Waste-Manager nennen (Anm.: Waste Manager gibt bspw. in der Gastronomie. Dort sind das Spezialisten, die Unternehmen dabei helfen, Abfälle zu reduzieren.).
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