Ungenutzte Ausbildungspotenziale gefährden Fachkräftesicherung

BPM-Präsident fordert verbesserte Nutzung der Ausbildungspotenziale von Jugendlichen in Übergangsmaßnahmen zwischen Schule und Beruf

Berlin, 07. Februar 2013 – Der Präsident des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), Joachim Sauer, fordert eine verbesserte Nutzung der Ausbildungspotenziale von Jugendlichen, die bisher keinen Fuß auf dem Ausbildungsmarkt fassen konnten. Obwohl die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gering sei, dürften die Potenziale von Jugendlichen mit Blick auf die Fachkräftesicherung
nicht vergeudet werden.

„Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der deutschen Wirtschaft. Viele vergessen, dass neben hochspezialisierten Ingenieuren auch Zerspanungsmechaniker oder Pflegekräfte gefragt sind – also Ausbildungsberufe, die sich an Schulabgänger mit Haupt- oder Realschulabschluss richten“, so Sauer. Bisher blieben zu viele Jugendliche in einer Warteschleife zwischen Schule und Beruf stecken, obwohl die Mehrheit über einen qualifizierten Schulabschluss verfüge. Laut aktuellem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung betreffe dies circa 300.000 Jugendliche.

Da es den Unternehmen in einigen Branchen zunehmend schwerer falle, freie Ausbildungsplätze zu besetzen, müssten laut Sauer vor allem die bisher ungenutzten Ausbildungspotenziale von Altbewerbern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erschlossen werden. Auf diese Weise leiste die duale Ausbildung auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräfteangebots in Deutschland.